Februar
OFFenes Fenster 3 im März:
Eine Produktion der Plaisiranstalt
PHALLI
Die Plaisiranstalt präsentiert Raoul Biltgen, Sven Kaschte und Giuseppe Rizzo in PHALLI
Mit herzlichem Dank an: Paola Aguilera, Eva-Maria Schachenhofer und Barbara Schubert
Rechte: Thomas Sessler Verlag Wien
der Phallus, -/…lli, …allen oder –se, das männl. Glied; oft kultisches Sinnbild. aus: Der Sprachbrockhaus
Der Trailer
OFFenes Fenster 2 Im Februar
Eine Produktion des Vereins Panorama-Schloss Damtschach
CAFÉ PARADIES
Eine Caféhausoperette mit Schlag
H.C. ARTMANN:
Erlaubent, schas, sehr heiß bitte!
Ein Gleichnis
Personen:
Anton Lackl, Wiener – no na (eher unmusikalisch, daher ohne “eigene” Musik)
Stephanie, süßes madl – traurige, abgehalfterte Figur, die sich hauptsächlich in Operettenmelodien (oder was so klingt) mitteilt. Könnte eine Haupt-Sehnsuchtsmelodie haben (die variiert wird), daneben noch ein paar andere „Motivfetzen“ (s. Text).
Cafétière Kriebaum – in ihrem „offiziellen Text“ (meist gesungen!) immer sehr fröhlich, volkstümlich-verbindlich; bei so mancher von ihr gesprochenen Regieanweisung zeigt sich dann ihr wahres, oft brutales Gesicht.
Herr Josef, Ober – schläft (anfangs), trinkt (heimlich), hat fast einen Herzkasper, er singt normalerweise nicht, vielleicht an einer Stelle ein G’stanzl für ihn?
Moses, nur als stimme – entweder Klaus (off) mit Micro, oder 2 Musiker 2stimmig singend, immer begleitet von „psychedelischer Musik“.
Engel Sauber – ist nur eine Puppe (oder weißes Plüschtier) in den Händen des Teuxl, der auch seinen Text spricht.
Teuxl Pfui – wenn der Teuxl auftritt, stockt die Musik und die (meist musikalisch untermauerte) Mitteilungsfähigkeit der Anderen, er singt überhaupt nicht (oder wenn, dann ganz extrem an einer zentralen Stelle!). Ist jedoch sehr freundlich und goutiert die weinselig-musikalische Atmosphäre des Cafés.
Adolphus Hitler – tritt plötzlich als „einer von uns“ in Erscheinung, es platzt sozusagen aus dem Betreffenden (Paul!) heraus.
Kollegium Kalksburg: Heinz D. Ditsch, Paul Skrepek, W.V.Wizlsperger
Unter dem Motto: Was wäre Wien… verpflichten sich 1996 drei Jazzmusiker freiwillig der Wiener Gesangs- & Musicirtradition. In diese schwere Pflicht genommen, singen & musiciren die drei pflichtbewussten Wiener ausschließlich Original Wienerlieder in 1a Prima Qualität. Gezupft wird eine Kontragitarre, geblasen ein Kamm, gezogen eine Harmonika, gestrichen eine Säge und jede außerwienerische Erfahrung aus dem Gedächtnis. (Wein spielt eine große Rolle!) Zahlreiche Auftritte in In-und Ausland, bereits 10 Tonträger, zuletzt „wiad scho wean“ (2008). www.kollegiumkalksburg.at
Cafétière: Der Herr Lackl. So spät heute?
Lackl: Schas mit schlag.
Josef: Zahlen gewünscht?
Lackl: Alsdann, wo is er, der schiegerl?
Stephanie: nähert sich Lackl Servus, fescher faun.
Lackl: Verschwind, trampl.
Josef: Wohl gespeist zu haben.
Lackl: Mein Schas, hab i gsagt, und mit schlag, aber dalli.
Stephanie: Eine krone am haupt, ja dann gings leichter.
Lackl: zu Stephanie Geh, geh, oder ich geh dii.
zu Josef Mein Schas, Josef; bist terrisch?
Josef: begreift Ein Schas fürn Herrn Anton, sehr heiß!
Er eilt an der kassa vorbei nach der küche ab:
Cafétière: Einen capuccino, zwei tee, einen ordinären schwarzen, drei melangen.
Lackl: für sich Was will denn die dader, mir scheints, die will was. Stephanie: Servus, fescher faun, liebling der fraun.
Lackl: Putz di, stirb.
Stephanie: Komm mit mir ins schamber séparée zu einem süßen tett à tee.
Lackl: Dalli, Josef, mein Schas!
Josef: noch nicht sichtbar Kommt schon, wird frisch gemacht! Lackl: Aber heiß, heit is s kalt draußen.
Stephanie: Kalt, kalt is s in wald.
Cafétière: Drei melangen, einen ordinären schwarzen, zwei tee, einen capuccino.
Josef: an der kassa vorbeieilend, zur cafétière Einen Schas, sehr heiß...
Die cafétière klingelt wortlos die registrierkassa:
