Oktober

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Rashomon – was wirklich wahr

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The Rashomon effect is the effect of the subjectivity of perception on recollection, by which observers of an event are able to produce substantially different but equally plausible accounts of it. It is named for Akira Kurosawa’s film Rashomon, in which a crime witnessed by four individuals is described in four mutually contradictory ways.

Margit Mezgolich im Gespräch über die Entstehung und Entwicklung von RASHOMONWAS WIRKLICH WAHR hier klicken

“Berichte über etwas, was nicht passiert ist, sind immer interessant für mich, denn wie wir wissen, gibt es bekannte Bekannte, es gibt Dinge, von denen wir wissen, dass wir sie wissen. Wir wissen auch, dass es bekannte Unbekannte gibt, damit meine ich, es gibt Dinge, von denen wir wissen, dass wir sie nicht wissen. Aber es gibt auch unbekannte Unbekannte: solche, von denen wir nicht wissen, dass wir sie nicht wissen.” Donald Rumsfeld

Der Mensch ist ein Genie, wenn er träumt.

Akira Kurosawa


Süddeutsche Zeitung Cinemathek Nr. 93
RASHOMON von AKIRA KUROSAWA
EAN: 9783866153196
Genre: Kriminalfilm / Drama / Mystery
SW-Film. 83 Min.

…die Idee aus den Kurzgeschichten des populären japanischen Schriftstellers Ryunosuke Akutagawa einen Film zu machen, spukte eine ganze Weile in Akira Kurosawas Kopf herum.Basierend auf zwei der Stories entwickelte er schließlich eine komplexe
Geschichte…

“Rashomon” verschaffte ihm den internationalen Durchbruch…Goldener Löwe bei den Festspielen in Venedig 1951, Oscar 1952 für den Besten Fremdsprachigen Film

Der Trailer zum Film

youtube

Und das gleiche in Western: The Outrage. Zu deutsch: Carrasco, der Schänder

youtube

Gegenüberstellung vom Rashomon Original “Im Dickicht” von Ryunosuke Akutagawa und “Rashomon – was wirklich wahr”:
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Wahrheit und Erinnerung
Die Konsolidierung einer Erinnerungsspur im Gedächtnis beinhaltet nicht nur das, was tatsächlich geschehen ist, sondern wie es interpretiert und vor allem auch: wie es kommuniziert worden ist. Erinnerung ist immer das Ereignis plus die Erinnerung an seine Erinnerung, und jedes erneute Vergegenwärtigen der Erinnerung überschreibt das vorhandene Engramm, also die spezifische neuronale Verknüpfung, das die Wahrnehmung, Einspeicherung, Konsolidierung und den Abruf des vergangenen Ereignisses im Gehirn repräsentiert. Die Gedächtnisforschung liefert mittlerweile vielfältige Belege dafür, dass das Gehirn keineswegs immer zwischen phantasierten und faktischen Geschehnissen unterscheidet und vor allem dafür, dass das wiederholte Kommunizieren eines Ereignisses die Erinnerungsspur immer weiter konsolidiert, d.h. sie auch mit einem höheren subjektiven Wirklichkeitsgehalt versieht. Falsche Erinnerungen sehen genauso aus und fühlen sich genauso an wie echte.

Prof. Dr. Harald Welzer, Direktor des Center for Interdisciplinary Memory Research am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen

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