"Mara Mattuschka zeigt im TAG eine lustvolle Kunstmarktsatire sehr frei nach Oscar Wilde. Es hat etwas Boulevardeskes, wie die Figuren aufmarschieren, in Ohnmacht fallen, raufen und vögeln. Aber auch etwas Märchenhaftes: Mattuschka inszeniert flott und geradlinig, die leeren Bilderrahmen auf der Bühne erinnern an "Des Kaisers neue Kleider". Spuren zu Oscar Wilde lassen sich nicht nur in der beiläufigen Homoerotik ausmachen (die bei Wilde freilich viel vorsichtiger dosiert ist), sondern auch in der dekadent-schauerlichen Stimmung, die zwischendurch aufkommt (maßgeblich hier: Alexander Braunshör als elegante Lady Raffalovich). Sechs Darsteller wechseln lustvoll die Rollen, während sich ein heiterer Kunstkrimi entspinnt: sehr unterhaltsam."
DIE PRESSE

"Mattuschka schrieb und inszenierte eine sehr schräge, leider auch ein wenig unübersichtliche Komödie über das Verhältnis von Mensch und Bild, nicht ohne bissige Anspielungen auf die Absurditäten des modernen Kunstbetriebs."
KURIER

"'Dorian Gray. Die Auferstehung' heißt die Unternehmung und ist 'sehr frei nach Oscar Wilde'. So frei, dass gar nicht erst versucht wird, die Romanhandlung nachzuerzählen, sondern ein eigenständiger Kunstkrimi präsentiert wird. Ein Spin-off, in dessen Zentrum 'das Bildnis' steht. (…) Am Ende kommen Oscar Wilde und John Gray höchstpersönlich zurück, Zombies mit Stimmen vom Band. Eine Halloween-Komödie."
WIENER ZEITUNG

"Mattuschka (...) baut in diesem Stück auf verschiedene Darstellungsformen: Die filmisch anmutende Hintergrundmusik, die mit Koffern versehene Treppe, ein großer Bilderrahmen als bewegbare Eingangstür und verzerrte Stimmen aus dem Off zeugen von der kreativen Vielfalt Mattuschkas, die sich zwar erahnen, aber nicht wirklich sehen lässt. (...) Schade, dass hier auf den Humor eines eher konventionellen Boulevardstücks gesetzt wird. (...) So gelingt dem Stück zwar keine bissige Satire oder großangelegte Konsum- oder Kunstkritik, aber zumindest ein zwischendurch unterhaltsamer Abend."
DER STANDARD

"Was Mattuschka mit ihrer Paraphrase des berühmten Bildnis-Romans geglückt ist, ist eine grandiose Gesellschaftskarikatur. Eine skurrile Schlüssellochsatire auf einen geistesnackten Kunstmarkt, Schlüsselloch, weil die Erbin nicht mehr als einen Blick durch dieses aufs Porträt erlaubt. Eine pechschwarze Boulevardkomödie über Sensationsgeilheit und Skrupellosigkeit. Ein Klamauk-Krimi, der Kuratoren, Konservatoren, Galeristen als perfide Geschäftemacher entblößt, während sich deren Schwindeleien-Schraube im typischen TAG-Stil in schwindelerregende Höhen schraubt."
MOTTINGERS MEINUNG

"Mara Mattaschuka, eine der bedeutendsten Avantgarde-Regisseurinnen und facettenreiche Künstlerin, inszeniert am TAG Theater Wien den 'Dorian Gray' Oscar Wildes in fulminanter Weise. Mattuschka katapultiert gleichsam das existentielle Herz des Romanstoffes in die Mitte der gesellschaftlichen Gegenwart und deren Konflikten und Herausforderungen in Erkenntnis, Wahrheit und Authentizität. Der Bilderrahmen, zentraler dramatischer Angelpunkt des Bühnenbildes, wird zur großartigen Projektionsfläche menschlicher Eitelkeit und Einsamkeit.
Komödie und Tragödie setzt Mattuschka dabei variantenreich wie zielsicher. Die Übergange sind mit viel Aufmerksamkeit und Ansprache gesetzt und formen so einen Bühnendialog zu Kunst und Leben, der bis zum Ende unterhaltend wie tiefsinnig folgen lässt."
LITERATUROUTDOORS.COM

"Wie auch schon in ‚Die Inseln des Dr. Moreau’ setzen Mattuschka und das Ensemble auf oftmals bis ins Groteske oder comichaft übertriebene gezeichnete Bewegungen. Oftmals erstarren die Szenen auf der Bühne zu Tableaus. Die Leistung der Schauspieler sind, man kann es ohne Übertreibung sagen, durch die Bank grandios. Obwohl sich nach dem ersten Drittel eine kurze Phase der Ermüdung einstellt, geht es danach umso flotter dem Ende entgegen. Als BesucherIn erwartet einen zwei Stunden beste Unterhaltung!"
KULTURFÜCHSIN

"Die vielseitige Künstlerin Mara Mattuschka hat das Potential erkannt, das für eine beißende Satire auf Kunsthandel und die damit verbundenen Umtriebe in ‚Das Bildnis des Dorian Gray’ steckt. Sie hat im TAG auch gleich selbst Regie geführt und ein amüsant böses (Spiegel-)Bild dieser Zunft rasant auf die mit Teppichen, Koffern und einem leeren Bilderrahmen ausgestattete Bühne gestellt. Das Ensemble dieses Theaters ist bekanntermaßen in der Bewältigung etlicher Rollen in einem Stück ungemein versiert."
KULTUR UND WEIN

"Das TAG bleibt seiner Philosophie treu und legt klassische Werke aus neuer Perspektive auf. Diesmal wird aus dem Roman ‚Dorian Gray’von Oscar Wilde ein packender Kunstthriller, der genauso gut die Kinos erobern könnte. (…) Der großartige Humor von Mattuschkas Text kommt jedoch nicht nur durch Situationskomik und Medienkritik auf, sondern auch Dank der grandiosen Dialoge voller Wortspiele. Auch wenn die Spannung des Stückes in der zweiten Hälfte etwas abnimmt, besticht es insgesamt durch seine intelligente Unterhaltung. (…) Fazit: Hier passt alles: Eine packende Handlung, tolle Dialoge, offene und versteckte Kunst- und Filmkritik und ein grandioses Ensemble!"
NEUE WIENER