zum Inhalt springen zur Navigation

Cyborg Sandmann

Von Bernd Liepold-Mosser

Sehr frei nach "Der Sandmann" von E.T.A. Hoffmann

Uraufführung

Deutsch

Premiere: Sa. 05. Dez. 2020, 20.00

Spielplan

Über Cyborg Sandmann

„Wir werden gesünder, klüger, glücklicher sein.“

Die Unsterblichkeit – ein ewiger Menschheitstraum. Heute wird dieser durch avancierte Technologien in der Genetik und der Computerwissenschaft immer greifbarer: Uploading, Klonen, das Leben mit Robotern und selbst die Existenz als kybernetischer Organismus ist nicht mehr undenkbar. Eine glückverheißende Utopie? Oder ein dystopischer Alptraum? Exklusiv und unheimlich in jedem Fall …

Nach seinem großen Erfolg mit DIE RATTEN nach Gerhart Hauptmann widmet sich der Autor und Regisseur Bernd Liepold-Mosser dem 1816 erschienen Kunstmärchen „Der Sandmann“ von E.T.A. Hoffmann, in dem sich die Hauptfigur Nathanael in die Puppe Olimpia verliebt, was ihn schließlich in Wahnsinn und Selbstmord treibt.

Die von Hoffmann beschriebene Liebe zu einem Automaten hat zahlreiche Deutungsansätze aktiviert und wurde von Sigmund Freud in seiner Studie über „Das Unheimliche“ als ein zentrales Motiv unserer unbewussten Ängste interpretiert. Heute begegnet uns das künstliche Leben bereits als greifbare Zukunftsmöglichkeit. Wir Menschen des 21. Jahrhunderts stehen in symbiotischer Verbindung mit der uns umgebenden Technik, allen voran unseren Smartphones. Auch der Einsatz von Automaten als Sex-Apparate, Kuschelroboter*innen oder als Kommunikationspartner*innen greift bereits um sich. Werden reale Menschen also nicht schon heute langsam durch Technologien ersetzt?

Auf der Grundlage der Figuren und der Geschichte von E.T.A. Hoffmann verhandelt CYBORG SANDMANN die Illusionen und Verrücktheiten der Liebe, die Frage nach der Unsterblichkeit und die vom Transhumanismus aufgeworfene, nicht mehr ganz so undenkbare Perspektive auf das, was nach dem Menschen denn so kommen könnte.

Ein Schauermärchen 4.0.

Team

Es spielen
Ausstattung
Karla Fehlenberg
Bühnentechnik
Andreas Nehr
Dramaturgie
Tina Clausen
Licht
Hans Egger, Katja Thührriegl
Musik
Boris Fiala
Regie
Bernd Liepold-Mosser
Regieassistenz
Renate Vavera
Text
Bernd Liepold-Mosser
Ton
Peter Hirsch

Foto-Galerie

Für die Presse

X
zum Inhalt scrollen