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Kreon

Von Marc Pommerening

Frei nach „König Ödipus“, „Ödipus auf Kolonos“ und „Antigone“ von Sophokles

Vorstellungsdauer
140 Minuten, inkl. einer Pause

UA

Über Kreon

„Aus Prinzip bin ich prinzipienlos.“

Geld. Gebiet. Macht. Der ewige Kampf um diese begehrten Güter bestimmt die Menschheitsgeschichte von Anbeginn bis heute. In unserer globalisierten Welt werden die Zusammenhänge allerdings immer undurchsichtiger. Verdeckte Operationen, ausgeführt von Drahtziehern im Hintergrund, manipulieren die Oberfläche der Machtverhältnisse, die uns von den Medien vermittelt wird. Ob Syrien, Ukraine oder Gaza-Streifen: Niemand weiß noch, wer wirklich im Zentrum der Entscheidungsgewalt steht und die Fäden in der Hand hält.

Ausgehend von Sophokles´ Thebanischer Trilogie stellt sich Marc Pommerening einer besonderen Herausforderung: In seiner Neufassung des Mythos bringt er mit Hilfe der alten Geschichte die fadenscheinigen Inszenierungen eifriger Machthaber auf die Bühne, die mitten im Chaos eines schwankenden Staatsapparates ihre Vorteile suchen.

KREON macht Antigones Gegenspieler zum Helden einer Um- und Neudeutung des seit der Antike vielfach bearbeiteten Stoffes. Pommerenings sarkastischer Polit-Thriller handelt von der Fabrikation eines Mythos und zeigt die Inszenierung von Dissidenz aus der Backstage-Perspektive. Nicht Exponenten unterschiedlicher Rechtsauffassungen, sondern kühl kalkulierende Verfechter machtpolitischer Interessen und persönlicher Ambitionen treffen aufeinander. Umgesetzt wird dieser dichte Text von der jungen, hochgelobten Regisseurin Dora Schneider. Blankvers trifft auf politische Aktualität. Ödipus rocks.

Team

Es spielen
Ausstattung
Christian Weißenberger
Dramaturgie
Tina Clausen
Kostümmitarbeit
Silke Fischer
Licht
Hans Egger
Musik
Thomas Richter
Regie
Dora Schneider
Regiehospitanz
Renate Vavera, Armela Madreiter, Judith Rücker
Technik
Andreas Nehr, Frank Fetzer
Text
Marc Pommerening

Foto-Galerie

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