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Wer hat Angst vor Virginia Woolf?

Von Edward Albee

Regie Susanne Lietzow

Deutsch

Premiere: Sa. 20. Feb. 2021, 20.00

Spielplan

Über Wer hat Angst vor Virginia Woolf?

„Ich habe mir mein Leben anders vorgestellt.“

Der Punkt, in dem Parallelen sich treffen, wenigstens für einen Moment zusammenkommen und eins werden, liegt im mathematisch Unendlichen. Im irdisch Endlichen ist dieser Punkt eine perspektivische Täuschung. Zyniker könnten behaupten, dass auf dieser Täuschung Ehen aufgebaut sind.

Edward Albees Stück von 1962 gehört zu den abgründigsten Zurschaustellungen einer Ehehölle. Es ist eine zeitlose Versuchsanordnung menschlicher Beziehungen unter Zuhilfenahme von Alkohol und Rauchwaren vor dem Hintergrund jahrelanger persönlicher und gesellschaftlicher Frustration.

Zwei Ehepaare lassen einen langen Abend zu Hause bei einer Afterparty gemeinsam ausklingen und geraten in einen Strudel aus gegenseitigen Verletzungen, Demütigungen und der Aufdeckung von Lebenslügen. Das Stück, in dessen Rahmen die Figuren sich andauernd in perfiden Gesellschaftsspielen ergehen, erscheint selbst in zweiter Ordnung als Gesellschaftsspiel. Ein intelligenter dramaturgischer Trick Albees, dem Publikum den Spiegel vorzuhalten.

Ort der Handlung ist ein amerikanischer Campus. Dieser gilt als der Ground Zero der politischen Correctness. Albee kontrastiert mit den Umgangsformen seiner Figuren die korrekten Regeln in einem krassen Licht. Dieses Spannungsfelds interessiert Lietzow in ihrer Bearbeitung des Textes und bei seiner Überprüfung auf die neuen Gegebenheiten.

Ein Theaterabend als Ehe-Performance, ein Parcours der Bitterkeit – und ein wahres Schauspieler*innen-Fressen.

Team

Es spielen
Ausstattung
Marie-Luise Lichtenthal
Bühnentechnik
Andreas Nehr
Dramaturgie
Tina Clausen
Licht
Hans Egger, Katja Thührriegl
Regie
Susanne Lietzow
Regieassistenz
Renate Vavera
Ton
Peter Hirsch

Foto-Galerie

Für die Presse

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